Nach Trumps Zoll-HammerJetzt liefert der erste Autobauer gar keine Fahrzeuge mehr in die USA

Jetzt zieht der nächste Autobauer nach: Als Reaktion auf das Zoll-Paket von Donald Trump liefert nun Jaguar Land Rover keine Fahrzeuge mehr in die USA aus.

Jaguar Land Rover wird die Lieferungen seiner in Großbritannien hergestellten Autos in die Vereinigten Staaten für einen Monat komplett aussetzen, teilte das Unternehmen am Samstag (5. April) mit. Damit ist Jaguar der erste Autobauer, der gar keine Modelle mehr in die USA liefert.

Das Unternehmen prüft, wie die Auswirkungen der 25-prozentigen Zölle von US-Präsident Donald Trump gemildert werden können. Das berichtet Reuters.

Jaguar spricht von „Lieferpause im April“

Jaguar Land Rover, im Besitz des indischen Unternehmens Tata Motors, bestätigte der Nachrichtenagentur die vorübergehende Aussetzung des Exports, nachdem die Zeitung „The Times“ zuerst über den Plan berichtet hatte. 

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„Während wir daran arbeiten, die neuen Handelsbedingungen mit unseren Geschäftspartnern zu vereinbaren, ergreifen wir einige kurzfristige Maßnahmen, darunter eine Lieferpause im April, während wir unsere mittel- bis langfristigen Pläne entwickeln“, heißt es in einer Stellungnahme.

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Nach dem Inkrafttreten von US-Zöllen auf Autoimporte will auch der japanische Autobauer Nissan nach eigenen Angaben zwei in Mexiko hergestellte SUV-Modelle nicht mehr in den USA vermarkten. Nissan setze „alle weiteren Bestellungen des Infini QX50 und des QX55 für den US-Markt“ aus, „die in der Compas-Fabrik in Mexiko hergestellt werden“, erklärte das Unternehmen bereits am Freitag.

Für Märkte anderer Länder würden die Modelle weiter produziert. Die Herstellung anderer US-Modelle in Mexiko und Japan werde „je nach Marktbedarf“ fortgesetzt, erklärte Nissan weiter.

Die neuen Zölle auf Autoimporte traten am Donnerstag in Kraft und betragen 25 Prozent. Seit seiner Amtseinführung im Januar hat US-Präsident Donald Trump bereits zahlreiche Zölle verhängt oder angekündigt. Am Mittwoch verhängte er die bislang weitreichendsten Zölle für Handelspartner weltweit, sie sollen in den nächsten Tagen in Kraft treten. (dpa/mg)