Sie kämpfte sich durch den RTL-Dschungel, buhlte bei „Der Bachelor“ um das Herz von Andrej Mangold, zankte sich bei „Prominent Getrennt“ mit ihren Ex und ließ sich bei „Promi Big Brother“ Tag und Nacht überwachen. Im ZDF spricht Cecilia Asoro nun gemeinsam mit ihrem Kollegen Maurice Dziwak über das, was Reality-TV so erfolgreich macht.
In ZDF-TalkDschungel-Star legt Geständnis ab: „Ich bin schon sehr dumm“

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Sie sei „schon hohl“, glaubt Cecilia Asoro, aber „nicht so hohl“ wie viele ihrer Reality-Kolleginnen und -Kollegen. (Bild: ZDF/Ben Knabe)
„Die Leute lieben euch“, bemerkt Edin Hasanović, als er die Gäste der aktuellen Ausgabe seiner Late-Night-Show „Edins Neo Night“ vorstellt. Im öffentlich-rechtlichen Fernsehen sind Maurice Dziwak und Cecilia Asoro zum ersten Mal zu Gast, sagen sie.
„Das ist so anders, wir müssen uns auch anders verhalten“, nimmt sich Letztere gleich zu Beginn der ZDF-Sendung vor: „Das ist eine andere Klasse, wir kennen das ja gar nicht.“ Auch Maurice stellt mit Blick auf das Hochglanz-Studio fest: „Das ist ja ein bisschen gehoben hier.“
„Da treffen 20 Verrückte aufeinander und dann knallt's“
Reden will der Moderator mit seinen beiden Gästen über ein TV-Genre, das bislang im öffentlich-rechtlichen Rundfunk kaum Beachtung findet. Mit dem Thema Reality kennen sich Cecilia und Maurice bestens aus, waren sie doch laut eigener Aussage bislang „in fünf, sechs“ (Maurice) oder „vielleicht sogar 15“ (Cecilia: „Ich habe eine Zeit lang einfach alles mitgenommen“) einschlägigen Formaten.

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„Ein Mann ist auch kein Weichei, wenn er weint“, weiß Maurice Dziwak. (Bild: ZDF/Ben Knabe)
Warum aber boomt Reality-TV? „Da treffen 20 Verrückte in einem Format aufeinander und dann knallt's, und jeder liebt das ja“, vermutet Cecilia. Die 28-Jährige, die man unter anderem aus Shows wie „Der Bachelor“, dem Dschungelcamp oder „Promi Big Brother“ kennt, hat zudem einen weiteren Verdacht: „Ich glaube auch, viele Zuschauer mögen das, zu sehen: 'Ey, so dumm bin ich gar nicht.'“
Auch ihre eigene Intelligenz schätze sie nach Teilnahmen an diversen Shows höher ein als zuvor: „Ich habe immer gesagt, ich bin schon sehr dumm. Aber wenn ich in einem Reallity-Format bin, denke ich mir: Ey, so dumm bin ich gar nicht!“ Im direkten Vergleich mit anderen Kandidatinnen und Kandidaten fühle sie sich „schon hohl, aber nicht so hohl“.
Maurice Dziwak: „Ein Mann ist auch kein Weichei, wenn er weint“
Ein weiterer Vorteil der Karriere als Reality-Star: „Ich sehe mich schon gerne im Fernsehen“, gesteht Maurice. „Früher hat man immer andere gesehen – jetzt kann man sich selbst gucken, das ist geil.“ Während Cecilia bereits als Kind gewusst habe, dass mit ihr „was nicht stimmt“ und „ein normaler Job“ nicht zu ihr passe, habe Maurice vor allem davon geträumt, ein TV-Gesicht zu werden.
„Ich habe früher alles immer mit meinen Eltern geguckt, Dschungel, Sommerhaus und so, und ich habe immer gesagt: 'Mama, ich möchte das selbst irgendwann schaffen. Ich möchte, dass du mich irgendwann im Fernsehen siehst und sagst, da ist mein Sohn.'“
Der diesjährige Dschungel-Sechstplatzierte und selbsternannte „Löwe“ lege großen Wert darauf, seiner „Linie treu“ zu bleiben: „Wenn dir danach ist, dann streite. Wenn du eine Meinungsverschiedenheit hast, dann ist das so.“ Applaus gibt es für den 26-Jährige, als er sich zu einem Mini-Plädoyer für die im Reality-TV vieldiskutierte „Realness“ hinreißen lässt: „Ein Mann ist auch kein Weichei, wenn er weint. Wenn man zu sich selbst steht, ist das doch schön.“ (tsch)