Ärger um Parken in KölnAnwohner (70) ist stinksauer: „Scheint sehr reich zu sein“

Querparker am 12. Februar 2025 auf der Landgrafenstraße in Köln-Lindenthal.

Querparker am 12. Februar 2025 auf der Landgrafenstraße in Köln-Lindenthal.

Die Parkplatzsuche in Köln ist oft ein Glücksspiel, das weiß auch Peter Reuter (70) aus Lindenthal. Aber diese Querparker regen ihn auf.

von Matthias Trzeciak  (mt)

Die prekäre Parkplatz-Situation ist in Köln bekannt. Egal in welchem Veedel – wer mit seinem Auto in den Abendstunden einen Stellplatz sucht, kreist oft mehrmals um den Pudding.

Am Ende ist man nur genervt und das Auto wird dann schon mal quer oder schräg in die Parklücke gestellt. Bis vor kurzem von der Stadt Köln geduldet, werden die Fälle (z.B. auf der Kamekestraße zwischen Friesenplatz und Bismarckstraße) nun mit einem Bußgeld von zehn Euro bedacht.

Kölner genervt von Querparkern in Lindenthal – teilweise sind es 50

Und auch in anderen Stadtteilen wird härter durchgegriffen. Aber nicht hart genug, findet Peter Reuter (70) aus Lindenthal. Was beispielsweise in der Landgrafenstraße los sei, sei teilweise nicht nur abenteuerlich, sondern auch gefährlich, erzählt der Senior im Gespräch mit EXPRESS.de.

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Er schickte EXPRESS.de Beweisfotos, die das Parkchaos über Wochen zeigen. „Es stehen über 50 Fahrzeuge als Querparker, obwohl nur Längsparker erlaubt ist“, regt sich Reuter auf.


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Bereits mehrfach beschwerte er sich bei der Stadt. Die sei vergangene Woche auch einmal angerückt und habe Knöllchen verteilt. Doch am Mittwochabend (12. Februar 2025) waren alle Parkplätze wieder falsch zugestellt.

Gemäß der Straßenverkehrsordnung (StVO) ist das Querparken dort grundsätzlich verboten und entsprechend beschildert. „Das Ordnungsamt kontrolliert diesen Bereich regelmäßig und beknollt die Fahrzeuge, die falsch (also quer und nicht längs) parken“, erklärt ein Sprecher der Stadt.

Das Problem: Die Fahrzeuge würden so weit in den Fußweg hineinragen, dass dort Fußgänger oder Fußgängerinnen kaum noch durchkämen, sagt Reuter. Mit einem Rollator oder einem Kinderwagen sei das quasi unmöglich. Viele würden versuchen, die Straßenseite zu wechseln, „nicht ungefährlich“, warnt der 70-Jährige.

Kölner Anwohner mit deutlicher Forderung

Seine Forderung an die Stadt: „Bitte kontrollieren Sie ständig, bis die Parker es verstanden haben.“

Und Reuter setzt noch einen obendrauf: „Kontrolliert wird fast nie. Dann brauchen wir uns nicht wundern, wenn die Parker sich alles erlauben können und die Stadt tausende Euro an Verwarngelder verliert. Köln scheint sehr reich zu sein.“