Fußgängerzone in KölnUmgestaltung lässt auf sich warten – Straße soll endlich schöner werden

Menschen sind auf der Ehrenstraße unterwegs. Ein Schild zeigt an, dass es sich um eine Fußgängerzone handelt.

Die Ehrenstraße wurde bereits für den Autoverkehr gesperrt, jetzt muss sie nur noch schöner werden. 

Der Verkehr ist schon raus, jetzt muss die Ehrenstraße nur noch schöner werden. Doch mit den Umgestaltungsplänen hakte es. 

von Iris Klingelhöfer  (iri)

Die Ehrenstraße gilt als hippe Einkaufsmeile. Quälte sich viele Jahre lang der Verkehr durch die wuselige Straße, wurde sie sowie die Breite Straße im April 2022 zwischen Willy-Millowitsch-Platz und Richmodstraße zur Fußgängerzone. 

Parallel dazu begann die Stadt Köln mit der Planung für die Umgestaltung der Ehrenstraße. Innenstadt-Anwohnende wie Andreas Lamers (57) fragen sich inzwischen ungeduldig: Wann geht es endlich los?

Köln: Ausdruckslose Ehrenstraße soll attraktiver Lebensraum werden

Schließlich freuen sich alle darauf, dass die Straße aufgemöbelt wird –oder wie es die Stadt im Sommer 2022 angekündigt hatte, dass „aus dem ausdruckslosen Straßenraum ein attraktiver Lebensraum“ wird. Die Rede war von einem grünen Boulevard, Flanierstreifen, Trinkbrunnen, Orten zum Innehalten und zwanglosem Pausieren.

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„Die Umgestaltung sollte eigenlich im letzten Jahr geschehen sein, bisher ist aber noch nix passiert“, erzählt Andreas Lamers gegenüber EXPRESS.de. Er habe bereits an die Stadtverwaltung und den Stadtrat geschrieben – jedoch ohne Rückmeldung. 

Der 57-Jährige erklärt, dass die Pläne für die Umgestaltung „ganz toll ausgesehen“ hätten. „Ich habe mich unglaublich drauf gefreut und jetzt warte und warte ich“, sagt er enttäuscht. 


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Sein Eindruck sei, dass sich die Zahl der Menschen, die auf der Ehrenstraße unterwegs sind, inzwischen verdreifacht hat. „Es bringt also was, wenn man Fußgängerzonen einrichtet. Man kann sich gar nicht mehr vorstellen, dass die Menschen mal nur auf den Gehwegen unterwegs waren“, sagt er. Jetzt müsse sich aber auch die Optik der Ehrenstraße entwickeln. 

Umgestaltungs-Plan für Ehrenstraße: Das sagt die Stadt Köln

Als Flugbegleiter kommt Andreas Lamers viel rum, kann vergleichen, wie es in anderen Städten aussieht. „In Köln ging die Entwicklung nach unten. Die Stadt ist vor allem bei Innovationen träge geworden“, meint er und gibt zu: „Ich habe schon häufiger Freunden vorgeschlagen, zum Shoppen doch lieber nach Düsseldorf zu fahren.“

Aber Köln habe Potenzial, so der 57-Jährige. Lamers: „Das muss nur wach geküsst werden.“ 

Wann also geht es mit der Umgestaltung der Ehrenstraße los? EXPRESS.de hakt bei der Stadt nach. „In der Projektbearbeitung hat es Verzögerungen gegeben. Die Erstellung der Entwurfsplanung konnte jedoch mittlerweile vorangetrieben werden“, erklärt Robert Baumanns vom städtischen Presseamt auf Nachfrage. 

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Für den ersten Bauabschnitt zwischen Ring und Friesenwall stehe die Entwurfsplanung mit den dazugehörenden Abstimmungen unmittelbar vor dem Abschluss. „Besonderer Wert wurde dabei auf eine klimaangepasste Planung gelegt. So soll Niederschlag nicht mehr direkt in die Kanalisation abgeleitet, sondern unterirdisch in großflächigen Baumrigolen gespeichert werden, sodass sich die Bäume auch in trockenen Perioden versorgen können“, so Baumanns.

Es sei vorgesehen, die Beschlussvorlage für den Baubeschluss im 2. Quartal 2025 der Bezirksvertretung Innenstadt vorzulegen. Der Baubeginn sei für Anfang 2026 geplant. Andreas Lamers ist guter Hoffnung.