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Ilka BessinComedienne empört sich über TV-Kollegen und gibt dann zu: „Ich war genauso“

Viele TV-Stars seien hinter den Kulissen „ein bisschen nicht nett“, weiß Ilka Bessin. Im RTL-Talk „Am Lagerfeuer mit Martin Rütter“ ärgert sich die Comedienne über die Starallüren ihrer Kollegen - auch, wenn sie sich selbst einst ähnlich verhalten habe.

Ilka Bessin gibt offen zu: „Ich hatte einen Höhenflug.“ Als sie Anfang der 2000-er mit ihrer Kunstfigur Cindy aus Marzahn erste Erfolge feierte, sei sie völlig abgehoben, erzählt Bessin im RTL-Format „Am Lagerfeuer mit Martin Rütter“.

Sie erinnert sich: „Nach meiner Hartz-IV-Zeit bin ich in dieses Geschäft eingestiegen, wo ich mich nicht mit auskannte. Das war einfach die Nicht-Erfahrung eines Menschen, der aus der Hartz-IV-Zeit in so ein Fernsehgetöse kommt.“

„Reiß dich doch bitte mal ein bisschen am Zippel!“

Damals sei sie von allen Seiten mit Lob überschüttet worden, sagt Bessin: „Du hast 20 Leute, die um dich rumspringen und sagen: 'Ey, das ist so lustig, was du machst.' Dann kommen irgendwelche anderen Kollegen, die auch sagen, dass das lustig ist. Und du denkst natürlich: 'Alter, jetzt dreht sich alles! Meine Luft dürft ihr atmen? Könnt ihr auch mal ein bisschen dankbar sein!' So bin ich dann durchs Dorf gerannt.“

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Inzwischen sei der Komikerin ihre damalige Attitüde zuwider. Sie weiß: „Du verlierst dich völlig in dem, dass du viel Geld verdienst, dass du nur Leute um dich rum hast, die dich feiern und hochleben lassen.“

Bei einem Gespräch mit einem TV-Produzenten etwa sei Bessin „einfach aufgestanden und gegangen“, erinnert sie sich. „Das ist respektlos“, findet die 53-Jährige heute. „Das war wirklich so schlimm manchmal.“ Auch damals habe sie „natürlich“ schon gewusst, „dass sich das nicht gehört“.

Heute beobachte Ilka Bessin ein ähnliches Verhalten bei einigen ihrer Kolleginnen und Kollegen. „Ich glaube, ganz viele in dieser Branche sind manchmal auch mal ein bisschen nicht nett, wissen das auch - und machen's aber trotzdem.“ Wenn sich TV-Stars bei einer Show-Aufzeichnung beispielsweise über das Buffet beschweren, denke Bessin sich: „Du verdienst am Abend mehr als mein Vater früher als Taxifahrer im Monat. Wir kriegen essen, wir werden frisiert, wir kriegen die Klamotten hingelegt.“

Als Comedian oder Moderator müsse man sich „da nur hinsetzen und Spaß machen und einen schönen Abend für die Gäste“ bereiten. Bessins Rat: „Reiß dich doch bitte mal ein bisschen am Zippel!“ „Aber“, räumt der TV-Star ein, „ich war ja genauso.“ Mittlerweile könne sie über derartige Starallüren „schmunzeln“. Schließlich wisse sie: „Wenn kein Ticket mehr verkauft wird, geht das ganz schnell vorbei.“ (tsch)