Für Struber der „Furchtlose“FC-Profi geht bei Pokal-Fight voran: „Gewinner-DNA in die Wiege gelegt“

Der 1. FC Köln zieht erstmals seit 15 Jahren ins Viertelfinale des DFB-Pokals ein. Beim Erfolg gegen Hertha BSC ging einmal mehr Kölns heimlicher Anführer voran.

Er stand vor der Saison bei der Wahl des neuen Kapitäns in der engeren Auswahl. Doch auch wenn das Amt beim 1. FC Köln am Ende an Timo Hübers (28) ging, entwickelt sich Eric Martel (22) auch ohne Binde immer mehr zum Anführer.

Das bewies der deutsche U21-Nationalspieler auch beim erfolgreichen Pokal-Fight gegen Hertha BSC (4. Dezember 2024) wieder eindrucksvoll. Martel war dabei ein Vorbild in Sachen Einsatz und Willen – egal auf welcher Position.

Struber-Lob für Eric, „den Furchtlosen“

Denn der flexible FC-Profi musste wie schon in Münster früh seine angestammte Sechser-Position verlassen, um nach dem Blut-Aus von Julian Pauli in der Dreierkette auszuhelfen.

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Auch wenn die Umstellung zunächst für Irritationen bei Martel sorgte, der wild Richtung Kölner Bank gestikuliert. „Ja, es war zunächst etwas unklar, aber das haben wir dann schnell geregelt. Ich glaube, die letzten Spiele musste ich auch schon flexibel sein, deswegen war ich schon darauf vorbereitet“, sagte der Aushilfs-Abwehrchef.

Denn als ebensolcher ging er voran und brachte die nötige Ruhe rein, nachdem Herthas schnelle Offensive um Ibrahim Maza (19) und Derry Scherhant (22) die Kölner Abwehr ein ums andere Mal durcheinandergewirbelt hatte.

Das nötigte auch seinem Trainer Respekt ab. „Man muss schon sagen, dass er sehr wichtig für uns ist“, sagt Gerhard Struber (47): „Eric, der Furchtlose, geht überall dazwischen und bestreitet seine Zweikämpfe auf eine Art und Weise, die etwas bei den Gegnern auslöst, weil er einfach so dominant ist. Dieses Timing ist schon auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig ist er auch in seiner Pass-Qualität gereift und sehr verlässlich.“

Toni Leistner blockt einen Schuss von Eric Martel.

Eric Martel und der 1. FC Köln lieferten sich einen engen Pokal-Fight gegen Hertha BSC um Kapitän Toni Leistner (4. Dezember 2024).

Die Zahlen mit Ball dazu: 119 Ballkontakte und 97 Prozent (!) Passquote bei 97 gespielten Pässe. Struber kann sich auf den Youngster verlassen, nicht nur was die Leistung, sondern auch den Einfluss auf die Mitspieler angeht.

Denn Martel ist einer, der die Mannschaft mitreißen kann. „Er lebt mit seiner mentalen Ausprägung der Mannschaft vor, was hilfreich ist, um Spiele zu gewinnen. Er hat einfach eine Gewinner-DNA, die du einem Spieler nicht so einfach einbläuen kannst, die hat er in die Wiege gelegt bekommen. Er investiert alles, um Spiele zu gewinnen und lebt das vor. Er ist ein richtiger Meinungs-Führer“, schwärmt Struber.