Der 1. FC Köln hat sich im Aufstiegsrennen eine gute Ausgangslage erarbeitet – im Umfeld werden bei einigen schon die Rechenschieber ausgepackt, um zu sehen, wann der Aufstieg möglich ist.
„Das kann ich euch versprechen“FC-Coach Struber mit eindeutiger Ansage im Aufstiegsrennen

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Gerhard Struber (1. FC Köln) gibt im Training am 26. März 2025 die Richtung vor.
Die Chance ist da: Der 1. FC Köln geht mit leichtem Vorsprung auf die Zielgerade. Sieben Spieltage vor dem Ende der Zweitligasaison hat Köln an der Tabellenspitze 50 Punkte. Dahinter folgen der Hamburger SV (49) und Kaiserslautern (46).
Im Umfeld fangen einige Fans schon an zu rechnen: Wann ist der Aufstieg möglich? FC-Trainer Gerhard Struber (48) hält gar nichts davon, er sagte am Donnerstag (3. April 2025): „Rechnen tun andere! Wir sind sehr fokussiert. Wir wollen uns nicht in Gedankenspielen oder mathematischen Meisterleistungen verzetteln. Es geht nur darum, das nächste Spiel in den Fokus zu bekommen.“
1. FC Köln: Hinrunde macht Mut für Aufstiegskampf
Struber will sich und seine Jungs auf gar keinen Fall ablenken lassen: „Diese Spielereien rundherum – da würde es gefährlich sein, wenn wir uns darauf einlassen würden. Das machen wir aber nicht. Es ist nicht die Zeit dafür. Für den Tabellenstand am Ende müssen wir im Hier und Jetzt alles tun, was uns zur Verfügung steht, um den nächsten Sieg zu landen. Dahin geht die komplette Energie, das kann ich euch versprechen!“
Der FC-Coach will auch nicht zurückblicken – in der Hinrunde hatte der FC gegen die nun wieder kommenden Gegnern 19 von 21 Punkten geholt, sich damit eindrucksvoll die Herbstmeisterschaft gesichert.
Als Motivationsspritze will er die damalige Erfolgsserie vor der Mannschaft gar nicht ansprechen: „Nein, da weise ich nicht drauf hin! Auch die anderen Mannschaften haben sich weiterentwickelt, haben eventuell eine andere Fußball-Identität. In der Vergangenheit rumzurühren, ist nicht unser Ding. Wir schauen eher darauf, was wir als Trumpfkarte aktuell gegen die kommenden Gegner ausspielen können. Da brauchen wir eine gute Vorbereitung, frische Köpfe und frische Körper.“
Kölns Lizenz-Leiter Thomas Kessler (39) hat auch eine klare Vorgehensweise: „Wir verlieren den Fokus nicht! Aber dass natürlich spekuliert wird, dass wir zweigleisig planen müssen, dass wir natürlich Richtung Bundesliga schauen, ist klar. Aber für uns ist einfach wichtig, dass wir aufs Hier und Jetzt schauen. Hertha ist ein unglaublich schwieriger Gegner.“
Kessler warnt sogar: „Das wird ein unfassbar schwieriges Spiel nach dem Sieg in Paderborn. Wir haben Hertha schon zweimal geschlagen in dieser Saison, da ist die Erwartungshaltung groß. Da müssen wir einen brutalen Fokus haben.“
Der Sportchef untermauert trotzdem die Kölner Ambitionen: „Wir haben jetzt noch sieben Spiele und der Tabellenplatz zeigt, wo wir hinwollen. Den wollen wir nicht verlieren. Aber das geht nicht mit Reden, sondern mit einem Sieg am Samstagabend.“