„Einer meiner Kollegen …“Vor Bundesliga-Klassiker: Matthäus lacht über Aufreger um Didi Hamann

Mit seiner Kritik an Manuel Neuer steht Dietmar Hamann alleine da. Selbst beim eigenen Sender wurde am Samstag über die Einschätzung des Ex-Nationalspielers geschmunzelt.

von Béla Csányi  (bc)

Dietmar Hamann (51) alleine auf weiter Flur! Mit seiner Kritik an Manuel Neuer (38) hat der Ex-Nationalspieler unter der Woche nicht nur beim FC Bayern für erneutes Kopfschütteln gesorgt, sondern auch für teils extremes Unverständnis bei Experten-Kollegen.

Stefan Effenberg (56) sprang Neuer am Samstag (30. November 2024) nicht nur zur Seite, sondern teilte auch gegen Hamann aus. Zuletzt hatte sich schon Mario Basler (55) im Doppelpass über seinen ehemaligen Bayern-Kollegen gewundert. Am Samstag musste dann selbst das Sky-Team um Lothar Matthäus (63) über die Personalie Hamann schmunzeln.

Experten-Kollegen widersprechen Didi Hamann nach Neuer-Kritik

Als es im Vorlauf zum Bundesliga-Klassiker zwischen Borussia Dortmund und dem FC Bayern um Neuer und dessen Aussichten im Rekordspieler-Ranking der Bundesliga (aktuell Platz elf) ging, lobte Matthäus den mehrfach ausgezeichneten Welttorhüter in den höchsten Tönen.

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Neuer sei noch immer „einer der besten Torhüter der Welt“, legte sich Matthäus fest, schwärmte außerdem: „Man hat es auch gegen Paris gesehen, nicht nur auf der Linie, auch im Aufbauspiel, ist er ein Gewinn für jede Mannschaft.“

In seinen Ausführungen ließ er auch die gegensätzliche Meinung von Sender-Kollege Hamann anklingen – ohne allerdings dessen Namen zu nennen. „Auch wenn einer meiner Kollegen ihn ein bisschen kritisiert hat …“, schmunzelte Matthäus.

Als Moderator Sebastian Hellmann (57) mit gespielter Neugier fragte: „Wen meinst du?“, musste das von Julia Simic (35) komplettierte Trio herzhaft lachen.

Inhaltlich ging Matthäus dann klar auf Distanz, stellte sich zu 100 Prozent hinter den von Hamann kritisierten Neuer: „Das weiß auch ein Gegenspieler: Auf Manuel Neuer zuzulaufen, da ist immer noch der Respekt dabei. Wenn die Gesundheit mitspielt, macht er noch das eine oder andere Jahr.“

Zuvor hatten sich sogar die Bayern-Verantwortlichen nach Hamanns Worten eingeschaltet. Sportdirektor Christoph Freund (47) wollte sich allerdings keine Spitze erlauben, sagte stattdessen entspannt: „Wir leben in einem Land, in dem es Meinungsfreiheit gibt. Das ist ja gut.“