Nach Baller League und Icon League startet in Deutschland nun auch die Kings League. Der spanische Top-Star Gerard Piqué hat das Format entwickelt und erklärt, warum seine Liga die beste ist.
„Wir sind das Original“Superstar Piqué beim Köln-Besuch mit Kampfansage an Podolski und Kroos

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Die Fußball-Weltmeister Bastian Schweinsteiger (l.) und Gerard Piqué trafen sich am Mittwoch (2. April 2025) im Adidas-Store in der Ehrenstraße zum „Preview Event“ der Kings League.
Ein großes Aufgebot an Securitypersonal und Absperrbänder machten am Mittwochabend (2. April 2025) in der Kölner Ehrenstraße deutlich, dass sich etwas Großes anbahnt.
Die Fußball- und Streamer-Prominenz schaute im Adidas-Store vorbei, um den Startschuss für ein weiteres besonderes Fußball-Event zu geben. Ab dem 12. April werden in den MMC-Studios in Ossendorf die Spiele der Kings League Deutschland ausgetragen. Bei RTL+ sind sie zu sehen.
Kings League Deutschland wird in den TV-Studios in Ossendorf gespielt
Die von Barcelona-Legende Gerard Piqué (38) gegründete Hallenfußballliga verspricht Top-Entertainment, innovative Spielregeln und setzt vor allem auf die Reichweite von Streamern. Liga-Präsident Bastian Schweinsteiger (40) war zum offiziellen Auftakt ebenfalls nach Köln gekommen.
„Der klassische Fußball hat natürlich seinen Glanz, hat die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft. Aber ich glaube, so ein Format zu haben, ist für alle gut“, sagte der Weltmeister von 2014. Die Liga verspreche viel Spannung. „Ich habe vorhin mit Gerard gesprochen“, verriet er: „Vielleicht machen wir mal beim Elfmeterschießen mit.“ Auch für Thomas Müller (35), der vor seinem Bayern-Abschied steht, sei immer ein Platz frei. „In der Kings League ist er immer willkommen.“
Acht Teams treten in der Liga an, geführt von Fußball-Stars wie Mario Götze und Hasan Salihamidžić sowie bekannten Content Creatoren und Streamern, die in der Generation Z und Gen Alpha riesige Fangemeinden haben. Papaplatte, Zarbex, Ebru und Younes Zarou waren vor Ort. Reeze und Rumathra wurden als weitere Teampräsidenten verkündet.
Die Kings League Germany ist die sechste nationale Liga. Über acht Spieltage hinweg kämpfen acht Teams um zwei begehrte Qualifikationsplätze für den Kings World Cup Clubs 2025 in Paris. Dort messen sich dann auf internationaler Ebene die besten Teams der Welt.

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Die Fußball-Stars mit einigen Streamern, die zum Start der deutschen Kings League nach Köln gekommen waren.
Beim Format wird auf einem Kleinfeld, Sieben gegen Sieben, gespielt. In zwei Halbzeiten über jeweils 20 Minuten wird der Sieger ermittelt. Im Vergleich zum herkömmlichen Fußball werden besondere Spielsituationen geschaffen. Durch den Einsatz von „Geheimkarten“ können Treffer beispielsweise zwei Minuten lang doppelt zählen oder einen sofortigen Strafstoß bewirken, der „Würfel“ legt in den letzten Minuten der Partie die Anzahl der Feldspieler fest.

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Gerard Piqué zeigte Papaplatte und Zarbex (r.) Kostproben der Spiele am Smartphone.
Am Rande des Events sprach EXPRESS.de mit Kings-League-Gründer Piqué (Weltmeister 2010, Europameister 2012, 102 Länderspiele, vier Champions-League-Siege) über das neue Format und die anstehenden Champions-League-Duelle.
Die Kings League wird in Köln ausgespielt. Kennen Sie die Stadt bereits?
Gerard Piqué: Wir sind uns sicher, hier die perfekte Stadt gefunden zu haben. Ich muss gestehen, ich war vorher noch nie in Köln. Aber jetzt werde ich garantiert öfter kommen, weil ich bei einigen Spieltagen vor Ort sein werde.

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EXPRESS.de-Reporter Marcel Schwamborn (l.) traf in Köln Welt- und Europameister Gerard Piqué zum Interview.
Es gibt bereits die Baller League von Lukas Podolski und die Icon League von Toni Kroos. Warum ist die Kings League die beste?
Gerard Piqué: Wir sind in erster Linie das Original und sind deshalb führend. Unsere Liga war die erste, die gestartet ist, die anderen haben uns dann kopiert. Wir haben das Konzept entwickelt, den traditionellen Fußball mit verrückten Regeln und Content Creatoren zu kombinieren. Die neue digitale Welt, in der vieles über Streaming abläuft, braucht solche Formate. Außerdem sind wir die einzige Liga, die global existiert, quasi eine Champions League in der Halle. Deshalb bin ich mir sehr sicher, dass die Deutschen schnell merken, warum wir die Besten sind und tolle Unterhaltung bieten.
Werden solche Formate in der Zukunft vielleicht den traditionellen Fußball-Wettbewerben einmal den Rang ablaufen?
Gerard Piqué: Ich denke, wir ergänzen uns gut. Traditioneller Fußball ist die beliebteste Sportart der Welt, die Königin der Spiele. Wir wollten etwas Neues für neue Zielgruppen kreieren, die ein anderes Sehverhalten haben. Die junge Generation wird traditionellen Fußball am Fernseher verfolgen und parallel die Kings League am Tablet.
Zum traditionellen Fußball: Wie lautet Ihre Prognose zu den Champions-League-Viertelfinal-Begegnungen? Die Sieger werden schließlich im Halbfinale aufeinandertreffen.
Gerard Piqué: Das werden schwere Spiele. In meinen Augen ist Barcelona gegen Dortmund Favorit. Aber man weiß nie. Barça hat gegen den BVB in der Gruppenphase im letzten Moment gewonnen, in Dortmund ist es immer schwer, vor der Kulisse zu bestehen. Hansi Flick macht einen sehr guten Job. Er hat ein junges, talentiertes Team und ich hoffe, dass er am Ende den Titel gewinnt. Ich hoffe auch, dass Marc-André ter Stegen schnell ins Tor zurückkehrt. Er ist sehr wichtig, ein Schlüsselspieler für uns. Im anderen Viertelfinale sehe ich Bayern München gegen Inter Mailand vorne. Bayern gegen Barcelona wäre doch ein großartiges Halbfinale.